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Tagebucheintrag der alten Lena Brücker

Hallo meine Lieben ;D Heute schreibe ich einen Tagebucheintrag von Lena Brücker im betreuten Wohnen. Sie schreibt den Eintrag nach dem ersten Treffen mit dem Ich-Erzähler (der herausfinden möchte, wer die Currywurst entdeckt hat).Liebes Tagebuch,Heute kam ein junger Mann zu Besuch als ich gerade am Stricken war. Er fragte mich ob ich die Currywurst erfunden hatte. Er war sehr freundlich und interessiert, dennoch kam es mir so vor, als hätte er auch nur Interesse nach einer kleinen Antwort, daher wirkte er mir etwas unsympathisch. Er hörte mir trotzdem aufmerksam zu, als ich ihm den Anfang der langen langen Geschichte erzählte. Es war nicht einfach, alles in klarer und einfacher Struktur zu erzählen. Manchmal musste ich wieder weiter hinten erzählen, dann habe ich ein paar Dinge vergessen, die ich dann aber später ergänzte. Ich sah ihm an, dass er manchmal ein wenig verstört und durcheinander war, aber dennoch war er sehr interessiert und hörte mir aufmerksam zu. Er unterbrach mich einige male und stellte fragen. Ist ja ganz lieb, aber sowas bringt mich echt aus dem Konzept ! Daher war ich leicht gereizt, doch das legte sich schnell, denn ich vertiefte mich in meiner eigenen erzählten Vergangenheit. Es war ein komisches Gefühl als ich ihm mein Leben erzählte. Ich weiß immer noch nicht wie ich es einschätzen soll... Ich hatte endlich jemanden der mir zuhört, der Interesse zeigt, der Fragen stellt und einfach nur da ist. Doch so ganz das Wahre war es noch nicht. Ich kannte ihn ja gar nicht, er hätte genauso einfach ein Betrüger sein können, der mir was klauen wollte o.ä. Doch er hatte so eine Art an sich, die mich beruhigte und mir Sicherheit & Vertrauen gab. Aber um ihm alles zu erzählen reichte der Tag nicht. Am Ende lud ich ihn indirekt zum nächsten Treffen ein, wo er doch mal Kuchen mitbringen könne, oder wir gehen auf den Markt und essen eine Currywurst.Ach irgendwie fehlt mir schon ein Mann an meiner Seite. Und wenn er jeden Tag mir das Selbe sagen würde, ich hätte überhaupt kein Problem damit. Die Anwesenheit eines Menschen kann so viel ausmachen... Ich würde jeden Tag schön aufwachen und wissen, dass ich nicht alleine bin. Morgens mit einem Mann der mich liebt, aufwachen und herumalbern, wie in der guten alten Zeit. Ach war das schön ! Einfach wie früher durch die Straßen spazieren, auch wenn damals alles kaputt draußen war. Die Liebe machte einfach alles bunt. Schon komisch, wie ein junger Mann mir so viele Gedanken wiederbringt. Habe ich mein Leben überhaupt ausgenutzt? Oder habe ich mich viel zu sehr zurückgehalten? Ich weiß es nicht... Herrmann fehlt mir wieder so unheimlich. Mit ihm war ich glücklich, konnte sein wie ich bin und er unterstützte mich sogar im Haushalt ! Ich hoffe der junge Mann besucht mich tatsächlich bald wieder. Vielleicht komme ich so zu mehr Erkenntnissen. Ich glaub ich muss mir erstmal einen Tee machen. Tschüss liebes Tagebuch ! Ich hoffe mein kleiner Tagebucheintrag hat euch gefallen !? Bewertung gerne in die Kommentare
4.12.15 15:42
 


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